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Sat 27 October 2001 - Sun 27 January 2002
Parallel zu der Neueröffnung der Alten Nationalgalerie ist die künstlerische Entwicklung Max Liebermanns im Kontext der Kunst seiner Zeit und in Bezug zum konfliktreichen Wirken der drei Direktoren der Nationalgalerie von 1876 bis 1933 im Liebermannhaus neben dem Brandenburger Tor zu verfolgen. Der Streit um die moderne Malerei richtete sich direkt oder indirekt auch gegen den eine erbauliche, das Nationalbewusstsein stärkende Kunst fordernden Kaiser Wilhelm II. Mit seinen Arbeitsdarstellungen aus dem dörflichen Milieu , die ihm den Ruf des "Apostels der Hässlichkeit" einbrachten, wandte sich Liebermann gegen die vom Kaiser unterstützte Malerei eines Anton von Werner.
Wurde die "traditionelle" Malerei vom Direktor der Nationalgalerie Max Jordan noch unterstützt, änderte sich die Sammlungspolitik der Nationalgalerie mit seinem Nachfolger Hugo von Tschudi grundlegend. In ihm fand Liebermann einen enthusiastischen Mitstreiter für seine malerischen Ideale. Beide verband die Begeisterung für den französischen Impressionismus, der sich bei Tschudi in mutigen Ankäufen französischer Impressionisten, bei Liebermann in der Entwicklung einer eigenständigen "impressionistischen" Malweise niederschlug. Nach Tschudis Fortgang nach München war es Ludwig Justi, der sich nun für die moderne Malerei engagierte. Den von ihm geförderten Symbolisten und Expressionisten stand der mittlerweile arrivierte Liebermann allerdings skeptisch gegenüber: Zwischen ihm und Justi herrschte erbitterter Streit.
Ort der Ausstellung ist das wieder errichtete Wohnhaus des Künstlers neben dem Brandenburger Tor, Pariser Platz 7, 10117 Berlin.
Presented by:
Staatliche Museen zu Berlin
Bankgesellschaft Berlin
Stiftung "Brandenburger Tor"